Wir über uns

. . . bauliche Aktivitäten am Ruppiner See

Die monatliche Beiträge waren sehr gering, sie lagen bei 1 bis 2 DDR-Mark. Das monatliche Beitragsaufkommen des Vereins betrug 60 bis 80 DDR-Mark. Davon kann ein Verein, der sich selbst tragen muss, nicht existieren. Also wurde nach guter alter Tradition Geld aufgetrieben: zu allererst durch Spenden der Mitglieder und persönliche Darlehen, die vereinbarungsgemäß später nicht zurückgezahlt werden mussten. Auch der Rat der Stadt hatte en Herz für die Finanzen des Wassersports. Zusätzlich wurden Arbeitsstunden für die Mitglieder eingeführt. Bis zu 40 Stunden im Jahr mussten geleistet werden. Diese Wiederbelebung des Clubs endete etwa um 1950. 1952 bauten die Segler in Gemeinschaftsarbeit sehr schnell unseren jetzigen Bootsschuppen. 3000 Arbeitsstunden wurden geleistet. Gleichzeitig wurde die Steganlage um 28 Stände auf 50 Bootsstände erhöht.

Am 29. Februar 1952 wurde endlich die Standerführung durch ein offizielles Schreiben geklärt, und damit dem RSC gestattet auch weiterhin den alten traditionellen Stander zu fahren.

 

 

 

1955 Ost-West-Pfingstregatta abgesagt

Eine große Pfingstregatta war mit 140 Ost- und 65 Westteilnehmern als Ost-West-Treffen geplant. Durch die politische Lage wurde dies leider verhindert. Die Tegeler Wassersportler sagten überwiegend ab und die wenigen Interessierten hatten plötzlich "Einreiseprobleme".

In Neuruppin stritten sich alle Wassersportler um die sogenannte Fürstenwiese; eine offener und unbebauter Zugang zum See in der Regattastraße. Die Verhandlungen mit den Ruderern scheiterten. Die Stege der Segler störten die Ruderer, ebenso die berühmte Takelboje. In einer "Wildwestaktion" rissen die Ruderer und ihr Trägerbetrieb, der Rat des Kreises, die Poller vom Steg IV ab. Die Segler waren empört und konnten sich letztlich nicht durchsetzen. 1960 wurde der beschädigte Steg abgerissen. Von diesem Zeitpunkt beschränkt sich der RSC auf die jetzigen Steganlagen. In dieser Zeit wurde auch das Bollwerk betoniert. 1432 Arbeitsstunden mussten die Segler dafür leisten.

In der folgenden Jahren verließen einigen Clubmitglieder und Vorstandsmitglieder die damalige DDR. Es herrschten schwere Zeiten, das Vereinsschiff war nicht leicht auf Kurs zu halten.

 

 

 

1960 - 1970 Erfolgreiches Regatta- und Fahrtensegeln

Betrachtet man das Jahrzehnt aus sportlicher Sicht, so kann man gar nicht alle Erfolge geschlossen aufzählen. Auf allen zugänglichen Regattaplätzen erschienen die Neuruppiner und ersegelten erste und gute Plätze, z. B. auf der Mecklenburger Segelwoche, der Ostseewoche und den damaligen Kreis- und Bezirksmeisterschaften. wurde W. Ebert Sieger im Fahrtenwettbewerb der DDR. 1961 errang dies H. Gröseling. Mit diesen Siegen deutete sich ein Wandel an: der Regattasport trat in seiner Bedeutung hinter das Fahrtensegeln, das reisen mit der Familie, zurück. Zwar wurden auf den Neuruppiner Gewässern noch Regatten gefahren, aber nur wenige besuchten auswärtige Veranstaltungen.

Es wurde wie immer viel gebaut. Die jetzige Slipanlage ging 1966 in Betrieb.Das Haus, gebaut 1827, fordert seinen Tribut. Das Dach wird 1979 erneuert, die Zentralheizung wird eingebaut, Schornsteine werden gemauert usw. Immer sind es unzählige Arbeitsstunden, die von den Seglern geleistet werden und das Grundstück samt Haus instandhalten.

 

 

 

1970 -1980 Aufschwung

In diesen Jahren wurde eine Jugendgruppe installiert, um den Jugendlichen die Schönheit des Segelsports nahe zubringen. Der Bootsbestand im Jugendbereich wurde systematisch vergrößert.

1984 bot sich durch die Verbindung des damaligen Vorsitzenden H. Gröseling zur BSG Chemie Erkner die Möglichkeit, mit dem legendären "Berliner Bär" die Schönheit des Seesegelns zu erleben. 1986-1989 nahmen verschiedenen Mannschaften an den Regatten zur DDR-Meisterschaft im Seesegeln teil. Dies wurde durch B. Schober ermöglicht, der seinen Seekreuzer zu den bekannten Regatten "Rund Rügen" und der "Tonnenregatta" zur Verfügung stellte.

 

 

 

1989 Namensbeschluss - Ruppiner Segler Club

Neben der Arbeit verstehen die Segler aber auch zu feiern: wie unsere "Vorvorderen": Sommervergnügen, Discotheken, Regattafeste! Als Höhepunkte gelten die Bälle zum 20-, 30-, 35jährigen Bestehen der SG "Eintracht".

Erstmals 1965 zum 75jährigen Segeljubiläum hatte Hans Gröseling im Namen des Vorstandes den Antrag gestellt, der SG den Namen Ruppiner Segler Club wiederzugeben. Aber der damalige Sportvorstand des Kreises lehnte ab.

Am 19. Dezember 1989 war es dann soweit. Die Festversammlung anlässlich des 40. Jahrestages der Wiedergründung des Seglerclubs beschloss unter großem Beifall sich den Namen "Ruppiner Segler Club" zurückzugeben. Am 15. Mai 1990 wurde im Vereinsregister unter der laufenden Nummer VR 12 beim Kreisgericht Neuruppin der

Ruppiner Segler Club
- Eintracht - e.V.


eingetragen. Er ist wieder rechtsfähig.

 

 

 
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